Beiräte im Mittelstand als erfahrene Sparringspartner - verbessern Sie die Entscheidungen in Ihrem Unternehmen

Ein Beitrag von Michael Wittelsbürger (MatrixPartner)

Als Geschäftsführer sind Sie gezwungen, tagtäglich wichtige Entscheidungen zu treffen, die für Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter eine große Tragweite haben. Steigender Wettbewerbsdruck, Internationalisierung, Digitalisierung, Nachfolge, Verkauf - die Zahl der internen und externen Herausforderungen, denen sich die Führung mittelständischer Unternehmen meist im Alleingang stellen muss, ist enorm. Aber wer gibt Ihnen Impulse, wenn der Ratschlag der Familie oder der eigenen Führungskräfte nicht mehr ausreicht?

 

Beirat - nicht nur für große Unternehmen

Bereits heute setzen schon 57% aller mittelständischen Unternehmen in Deutschland auf die Unterstützung durch einen externen Beirat (Quelle: Deloitte). Diese Unternehmen haben freiwillig ein unabhängiges Expertengremium eingerichtet, das die Geschäftsführung regelmäßig in allen relevanten unternehmerischen Fragestellungen berät. Dabei gelten Beiratsrunden längst nicht mehr als kostspielige Kaffeetreffen, sondern als wertvolle Plattform, um unternehmerische Entscheidungen zu hinterfragen. Die Errichtung eines unabhängigen Gesprächsforums bietet die Möglichkeit, jenseits des Tagesgeschäftes und frei von persönlichen Interessenlagen die Herausforderungen des Unternehmens zu diskutieren und mithilfe der externen Expertenunterstützung sachkundige und schnelle Entscheidungen zu treffen. Somit leisten Beiräte einen wertvollen Beitrag zur Sicherung des Unternehmensbestandes und zur Steigerung des Unternehmenserfolges.

 

Beirat - individuelle und einfache Errichtung

Beiratsmitglieder sollten sich durch ihre langjährige Berufserfahrung und spezifisches Fachwissen qualifizieren und über ein weitreichendes Kontaktnetzwerk verfügen. Durch die Auswahl der Beiratsmitglieder kann das Beiratsgremium individuell an die jeweiligen Bedürfnisse und Herausforderungen eines Unternehmens angepasst werden. Bei Bedarf sprechen Sie uns gerne an, wir haben mehrfach mittelständische Unternehmen bei der Einrichtung und bei der personellen Besetzung von Beiräten unterstützt.

 

Interview mit Jens Kuhn, Kettenbach

Interview Herr Jens Kuhn, geschäftsführender Gesellschafter der Firma Kettenbach GmbH & Co. KG in Eschenburg. Hersteller von Dental- und Medicalprodukten.

Sie haben jetzt seit zwei Jahren einen Beirat. Was hat Sie dazu bewogen, solch eine Institution zu gründen?

Jens Kuhn: Die Anforderungen und die Komplexität der Fragestellungen nehmen zu und mir fehlte der kritische Austausch. Es gibt eben doch viele Diskussionspunkte, die sie mit ihrem Management oder in der Familie nicht ausreichend reflektieren können oder wollen. Dabei fehlt auch oft der neutrale Blick von außen. Zusätzliche bekommt man Impulse aus anderen Industrien. Der Qualifikationsmix der Beiräte ist mir sehr wichtig. Manchmal braucht man einen Schubs von außen.

Was hält aus Ihrer Sicht viele Inhaber davon ab, einen Beirat zu gründen?

Jens Kuhn: Je erfolgreicher man ist desto weniger stellt man sich die strategisch wichtigen Fragen. Aber auch Angst und Unsicherheit, sich zu öffnen und Transparenz über alle Zahlen zu gewähren, wird ein wichtiger Punkt sein. Viele tun das, was sie tun, recht erfolgreich und verdienen dabei Geld. Aber sie könnten noch besser werden.

Welche Erfahrungen haben Sie bisher mit Ihrem Beirat gemacht?

Jens Kuhn: Ich arbeite jetzt seit drei Jahren mit meinem Beirat und schätze den Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe. Besonders hilfreich war und ist das in Strukturfragen. Man ist regelmäßig gezwungen, sein Unternehmen auf den Prüfstand zu stellen, denn der Beirat stellt oft die wichtigen und richtigen Fragen.

Welche Empfehlungen würden Sie anderen Inhabern von mittelständischen Unternehmen geben?

Jens Kuhn: Haben Sie Mut und Vertrauen, sich zu öffnen, und nutzen Sie den aktiven Input von außen, losgelöst vom operativen Geschäft. Wichtig ist ein beratender Beirat und keine Kaffeerunde.

Vielen Dank für das Interview!

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